Archiv der Kategorie Ratgeber

Mobbing: Einmal verdächtigt; viermal gekündigt

Immer wieder geistern durch die Gazetten der Republik Geschichten über Arbeitnehmer, die wegen Bagatelldiebstahls des Eigentums ihres Arbeitgebers gekündigt wurden und sich hiergegen mit Kündigungsschutzklagen wandten. Diese Storys erlangen in Zeiten der Finanzkrise immer größere Berühmtheit. Regelmäßig werden die zugrunde liegenden Sachverhalte in Kontrast gesetzt zu denjenigen Fällen, in denen sich Spitzenmanager schwerer, auch strafrechtlicher Verfehlungen schuldig machten und gleichwohl ungeschoren oder gar mit großen Abfindungen „davon kamen“. Frei nach dem Motto: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Der Bienenstichfall und der Fall „Emily“ sind so bereits Gegenstand des allgemeinen Sprachgebrauchs geworden. Sieht man sich die mitgeteilten Ergebnisse der judizierten Rechtsstreitigkeiten an, so treten für den unbedarften Beobachter erste Zweifel an der Einheitlichkeit der von den Gerichten zugrunde gelegten Maßstäbe auf. Woran liegt das?

Dies liegt zu einem ganz wesentlichen Teil daran, dass in weiten Teilen der Presse nicht danach unterschieden wurde, ob die Kündigung fristlos oder ordentlich fristgemäß erfolgte und überdies nicht aufgezeigt wurde, ob der Bagatelldiebstahl nachgewiesen war oder lediglich ein Diebstahlsverdacht gegen den Arbeitnehmer bestand. Weiterhin wird regelmäßig nicht mitgeteilt, ob der Kündigung eine Abmahnung wegen eines vergleichbaren Vorwurfs vorausging oder nicht. Im Einzelnen:

Die Anforderungen an die Rechtmäßigkeit  einer außerordentlich fristlosen Kündigung nach       § 626 Abs. 1 BGB sind viel strenger als diejenigen für die Rechtmäßigkeit einer ordentlichen verhaltensbedingten Kündigung. Nach § 626 BGB kann der Arbeitgeber aus wichtigem Grund außerordentlich nur dann kündigen, wenn Tatsachen vorliegen, aufgrund derer es ihm nicht zugemutet werden kann, das Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der ordentlichen, regelmäßig vertraglich oder tarifvertraglich festgelegten Kündigungsfrist fortzusetzen. Dies prüft das Bundesarbeitsgericht zweistufig. Auf der ersten Stufe wird geprüft, ob der Sachverhalt, unabhängig vom Einzelfall geeignet ist, einen wichtigen Grund darzustellen. Anders als bei ordentlichen verhaltensbedingten Kündigungen ist der Kreis der zur Kündigung berechtigenden Verfehlungen des Arbeitnehmers viel kleiner. An sich wichtige Gründe im Sinne einer Berechtigung zur fristlosen Kündigung geben nämlich nur Gründe ab, die so gravierend sind, wie diejenigen, die ursprünglich in den gesetzlichen Vorschriften der §§ 123, 124 GewO, 72 HGB alter Fassung enumerativ genannt wurden. So wurde § 72 Abs. 1 Nr. 4 HGB a. F. folgend  als „an sich“ wichtiger Grund immer die grobe Beleidigung des Arbeitgebers angesehen. Im Ergebnis ist ein an sich wichtiger Grund also von deutlich schwerwiegenderer Natur als ein zur verhaltensbedingten ordentlichen Kündigung berechtigende bloße Vertragsverfehlung. Auf der zweiten Stufe erfolgt eine umfassende Interessenabwägung unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls im Hinblick darauf, ob das Verhältnis der Parteien so gestört ist, dass man in Zukunft nicht mehr miteinander können wird oder nicht. Viel wichtiger als die Unterscheidung zwischen fristlosen oder fristgemäßen Kündigungen ist aber bei Kündigungen wegen Bagatelldiebstählen die Unterscheidung danach, ob der Arbeitgeber den Diebstahl ohne jeden vernünftigen Zweifel für gegeben hält.

Die in der Presse verhackstückten Fälle waren hauptsächlich solche der so genannten Verdachtskündigung, d.h. bei Ihnen bestand aus Sicht des kündigenden Arbeitgebers lediglich der Verdacht der Arbeitnehmer habe einen Bagatelldiebstahl begangen, der Arbeitgeber war mit anderen  Worten  nicht davon überzeugt, dass der Arbeitnehmer die Tat begangen hatte. Nach der Konzeption des Bundesarbeitsgerichts stellt die Verdachtskündigung einen personenbedingten Kündigungstypus eigener Art dar, der von der verhaltensbedingten Tatkündigung streng zu unterscheiden ist und auch eigenen Wirksamkeitsvoraussetzungen unterliegt. Nach dem Grundsatz der Unschuldsvermutung, der auch im Arbeitsrecht Geltung beansprucht, darf aus einem Sachverhalt, an dessen Vorliegen noch ernsthafte Zweifel bestehen, an sich keine negative Rechtsfolge für den Arbeitnehmer hergeleitet werden. Die Kündigung wegen des Verdachts eines Bagatelldiebstahls ist daher systemwidrig und kann daher auch nach der Rechtsprechung nur ausnahmsweise und unter zusätzlichen Voraussetzungen zugelassen werden.

So müssen zum einen die vorhandenen Verdachtsmomente so dringlich sein, dass sie im Ergebnis nur wenig hinter der zweifelsfreien Überzeugung vom Vorliegen des Tatbestandes zurückbleiben. Zum anderen muss gerade schon der bloße Verdacht, dass ein Sachverhalt vorliegen könnte, zu einer für den Arbeitgeber nicht mehr tragbaren Störung der Vertrauensgrundlage des Arbeitsverhältnisses führen. Drittens muss schließlich die Verdachtskündigung in formeller Hinsicht dadurch abgesichert werden, dass der Arbeitgeber alles versucht hat, um den Sachverhalt zweifelsfrei aufzuklären, wozu zwingend auch die vor Ausspruch der Kündigung vorzunehmende Anhörung des betroffenen Arbeitnehmers gehört. Regelmäßig scheitert die Rechtmäßigkeit der Verdachtskündigung wegen Bagatelldiebstahls daran, dass der vermeintliche Bagatelldiebstahl, das für die Fortsetzung eines langjährig bestehenden Arbeitsverhältnisses notwendige Vertrauen nicht unwiederbringlich zerstört, denn dafür müssen regelmäßig neben dem Bagatelldiebstahl noch weitere Umstände hinzutreten. Zur Veranschaulichung der Problematik mag der nachstehend wiedergegebene Fall dienen:

Frau Lieselotte Peters, 48 Jahre, verheiratet, zwei schulpflichtige Kinder,  arbeitet seit zehn Jahren beanstandungsfrei als Verkäuferin in einem Drogeriemarkt. Ein Betriebsrat existiert in der Drogeriemarktkette nicht. Seit einem Jahr  leitet die Filiale,  in der Frau Peters beschäftigt ist, eine neue Filialleiterin, Frau Alexandra von Rheden. In den letzten Monaten kam es immer wieder zur Querelen zwischen Frau Peters und Frau von Rehden, die sich insbesondere auf die Pausengestaltung von Frau Peters bezogen. Bei einer Taschenkontrolle wird bei ihr von der Filialleiterin, Frau Alexandra von Rheden, ein Deostick gefunden, der zum Sortiment der Drogeriemarktkette gehört. Frau Rehden rechtfertigt sich damit, sie habe den Stick rechtmäßig vor einem halben Jahr in einem anderen Drogeriemarkt erworben. Sie verfüge indes nicht mehr über einen Kaufbeleg, da dieser Kauf zu lange zurückliege und Sie  Belege nur für die sofortige Kontrolle der Rechnung und die Haushalskasse aufbewahre. Frau Rehden wird nunmehr von der Drogeriemarktkette fristlos, hilfsweise fristgemäß gekündigt. Als Grund wird angeführt, dass der Diebstahl des Deosticks durch Frau Peters für die Drogeriemarktkette feststehe, jedenfalls aber ein dringender Diebstahlsverdacht gegen Frau Peters bestehe.

Dr. jur. Frank Sievert

****

Fachliteratur 

Best of “Coaching- und Ratgeber-DVDs”

Von einem Amazon.de-Kunden - weiter

Ihr Recht als Arbeitnehmer: Vom Vorstellungsgespräch bis zur Kündigung - was darf der Chef?

Pressestimmen
‘Ein sehr ansprechend aufgemachter Ratgeber mit aufgelockertem großem Schriftbild. [..] Der Tenor ist sehr arbeitnehmerfreundlich, bei den üblichen Konflikten im Arbeitsalltag wird immer zur Gegenwehr ermutigt. [..] Textpassagen sind kurz und ohne Fachjargon. Die Aktualität zeigt sich auch an den Erklärungen zur Gleichbehandlung.’ (ekz-Informationsdienst vom 01.11.2008)

Kurzbeschreibung
Muss ich mir das bieten lassen?
Das Arbeitsklima in deutschen Büros, Geschäften und Betrieben wird immer rauer. Immer mehr Mitarbeiter klagen über zunehmende Konflikte mit Kollegen und Vorgesetzten. Aber nicht nur in Problemsituationen ist es wichtig, informiert zu sein. Auch Themen wie Auszeit/Teilzeit, Arbeitsvertrag oder Gehalt bringen viele Fragen mit sich, die dieser Ratgeber beantwortet. Die Autoren wenden sich an alle Arbeitnehmer, die mehr über ihre Rechte und Pflichten im Arbeitsleben wissen wollen, um im Zweifelsfall richtig handeln zu können. Totalreform des Unterhaltsrechts!

Mobbing-Ratgeber: Was tun bei Mobbing? Wenn der Job zur Hölle wird…

« Mobbing: Wenn der Job zur Hölle wird: Seelische Gewalt am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehrt (Taschenbuch) | Mobbing-Ratgeber

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion
Dies ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Opfer seelischer Gewalt — Marie-France Hirigoyen zeigt auf, wie alltäglich seelische Gewalt in Familie und Beruf ist, und wie wehrlos die Opfer ihr ausgeliefert sind. Aus ihrer Praxis als Psychoanalytikerin und Viktimologin kennt sie die infamen Strategien der Täter, die darauf abzielen, das Opfer zu erniedrigen und ihm die Selbstachtung zu nehmen, um das eigene Selbstwertgefühl zu stärken. Es ist schwer, sich gegen diese heimtückische Gewalt zu wehren, die keine äußeren Spuren hinterläßt, nicht beweisbar, und oft nur schwer benennbar ist. Sie drückt sich z.B. in Blicken und Gesten, in abfälligen und sarkastischen Bemerkungen, in systematisch eingesetzten Lügen, widersprüchlichen Botschaften und Mißachtung des Opfers aus. Das Anliegen der Autorin ist es, dieses heikle Thema, das in Öffentlichkeit und Privatleben gerne verschwiegen wird, bewußt zu machen und die Opfer zu ermutigen, ihrer Wahrnehmung zu trauen und sich zu wehren. Sie wendet sich gegen psychologische Theorien, die durch die Fixierung auf innerpsychische Prozesse dazu neigen, das Opfer mitverantwortlich zu machen. Marie-France Hirigoyen interessiert sich weniger für die Beweggründe, als für die Auswirkungen, die bis zum Selbstmord gehen können. Um diese zu verhindern, muß den Opfern klar gemacht werden, daß sie es mit einem Charakter zu tun haben, bei dem sie nicht auf Einsicht und Besserung hoffen dürfen.Es erstaunt nicht, daß das Buch seit seinem Erscheinen in Frankreich für eine heftige und anhaltende öffentliche Diskussion gesorgt hat, konfrontiert es doch — durch viele Fallbeispiele untermauert — mit der unangenehmen Wahrheit, daß seelische Gewalt in der Ehe, am Arbeitsplatz und in der Familie so verbreitet ist, daß sie schon fast gesellschaftliche Normalität geworden ist. –Roswitha Maria Schmaltz – Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung
Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann

Es ist schwer, sich gegen eine Gewalt zu wehren, die weder greifbar noch beweisbar ist und die doch verletzt. Seelische Gewalt erniedrigt, nimmt die Selbstachtung, macht hilflos. Den Tätern dient sie dazu, ihr eigenes Ego zu erhöhen und ihre Gier nach Anerkennung und Bewunderung zu befriedigen.

An zahlreichen Beispielen zeigt Marie-France Hirigoyen, wie verbreitet seelische Gewalt in Beziehungen, in der Familie, am Arbeitsplatz ist, ja wie unsere gesamte Gesellschaft von dieser pervertierten Form des Umgangs durchdrungen ist. Indem sie das Thema bewußt macht, ermutigt sie die Opfer, ihrer Wahrnehmung zu trauen und sich zur Wehr zu setzen.

****

Mobbing: Wenn der Job zur Hölle wird: Seelische Gewalt am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehrt (Taschenbuch)

Pressestimmen
»Hirigoyen deckt die Mechanismen der Täter auf und macht Betroffenen Mut, den eigenen Wahrnehmungen zu trauen und sich von Schuldgefühlen zu befreien.« Brigitte

Kurzbeschreibung
Ursachen und Konsequenzen des Mobbing, Hilfestellung für Betroffene und Möglichkeiten der Vorbeugung.In ihrem erfolgreichen Buch ›Die Masken der Niedertracht‹ hat sich Marie-France Hirigoyen mit den verschiedenen Formen der seelischen Gewalt in Alltagsbeziehungen befasst. Nun nimmt sie die Situation in der Arbeitswelt genau und schonungslos in den Blick. Sie gibt eine Definition des schwer dingfest zu machenden Phänomens »Mobbing« und beschreibt die Ursachen sowie die Konsequenzen für die Gesundheit der Opfer.

Seelische Gewalt liegt immer dann vor, wenn jemand psychisch unterworfen wird, sei es, um ihn zur Kündigung zu bewegen, sei es, um ihn persönlich zu vernichten. Dahinter steht eine bösartige Freude, andere ihrer Würde zu berauben und sie dort zu treffen, wo es am meisten weh tut. Im Ernstfall bringt das die Opfer schier um den Verstand …

Hirigoyen gibt professionelle Hilfestellungen für Betroffene und zeigt Wege, wie seelischer Gewaltanwendung im Arbeitsleben vorgebeugt werden kann. Das Buch enthält auch einen Überblick über die Rechtssituation in Deutschland.

***
LINK-TIPP:

Hilfe für Mobbing-Opfer

Mobbing in der Schule - ein viel zu lange vernachlässigtes Thema

Rezension des Buches

„Das Anti-Mobbing Buch, Gewalt an der Schule – vorbeugen, erkennen, handeln“

von Mustafa Jannan, Beltz Verlag 2008, 187 Seiten, zum Preis von 19,90 Euro

Das Phänomen Mobbing tritt in vielen gesellschaftlichen Bereichen auf. Während es in Bezug auf die Arbeitswelt schon recht gut untersucht ist, besteht auf anderen Feldern teilweise noch erheblicher Bedarf. Der Autor Mustafa Jannan füllt eine Lücke, die sehr viele betriff:

1. Der Autor, Struktur und Zielstellungen des Werkes

Der Autor ist Gymnasiallehrer und hat als Vertrauenslehrer schon viele Mobbingsituationen miterlebt. Durch das Abhalten von Vorträgen und Workshops war er gezwungen, seine Erfahrungen zu strukturieren und in eine präsentable Form zu gießen. Mit dem vorliegenden Buch will er aufzeigen, wie Eltern, Lehrer und Mitschüler Konfliktsituationen erkennen können und Handlungsanweisungen geben, um das Mobbingproblem zu lösen. Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, klar strukturiert, enthält viele Grafiken und direkt einsetzbare Unterlagen, wobei die Arbeitsmaterialien des letzten Teiles sogar aus dem Internet heruntergeladen werden können.

2. Was ist Mobbing von Schülern?

Jannan hebt folgende Kriterien besonders hervor: 1. Kräfteungleichgewicht, d.h. dem Opfer stehen mehrere Täter und Mitläufer gegenüber; 2. Häufigkeit, d.h. die Übergriffe finden mindestens einmal pro Woche statt; 3. Dauer, d.h. der Konflikt dauert schon seit längerem an; 4. Konfliktlösung, d.h. das Opfer ist selbst nicht in der Lage, den Konflikt zu lösen. Wenn eine solche Lage eintritt, besteht dringender Handlungsbedarf.

3. Wie erkennt man Mobbing?

Da Mobbing-Opfer selten über ihre Situation sprechen, ist es laut Jannan sehr wichtig, auf Änderungen im Verhalten eines Kindes zu achten. Besonders ins Gewicht fallende Verhaltensänderungen sind etwa ein starker Leistungsabfall, das Kind will nicht mehr in die Schule gehen und zieht sich auch zu Hause immer mehr zurück. Wenn ein Lehrer solche Verhaltensweisen bemerkt, sollte er vorsichtig das Gespräch mit dem betroffenen Kind suchen. Am häufigsten machen jedoch besorgte Freunde des Opfers auf die Mobbinglage aufmerksam.

4. Wie soll gegen das Mobbing vorgegangen werden?

Das Vorgehen kann nur Erfolg haben, wenn es für den oder die Täter Folgen hat. Jannan beschreibt im vierten Teil des Buches fünf verschiedene Strategien, mit denen gegen das Mobbing vorgegangen werden kann und geht auch auf mögliche Nachteile und Einsatzgebiete der jeweiligen Strategie ein. Denn die angemessene Reaktion kann sehr stark variieren, je nachdem, wie alt die Kinder sind, ob ein Mädchen oder ein Junge gemobbt wird und welche Art von Gewalt angewandt worden ist.

5. Wie sieht erfolgreiche präventive Anti-Mobbing-Arbeit aus?

Für eine erfolgreiche Arbeit gibt der Autor unter anderem folgende Tipps: ein langfristig angelegtes Konzept auf Schulebene ist besser als Insellösungen auf Klassenebene, klare Regeln und die entsprechenden Sanktionen sollten für alle Beteiligten verständlich und verbindlich sein. In schwierigen Fällen sollte rechtzeitig Hilfe von außen (Jugendamt, Sozialarbeiter, Jugendhilfeträger, Polizei) geholt werden. In außergewöhnlichen Fällen sollte auch vor der Einholung anwaltlicher Unterstützung und dem gerichtlichen Weg nicht zurückgeschreckt werden. Doch Jannan gibt auch konkrete, vorbeugende Maßnahmen und Übungen an, wie die Schüler für die Problematik sensibilisiert werden können. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf gruppendynamische Spiele im Klassenverband.

6. Zusammenfassung

Dem Autor ist es gelungen, die schwierige Problematik systematisch aufzuarbeiten und praxisbezogen darzustellen. Besonders positiv ist, dass alle wichtigen Arbeitsmaterialien auch aus dem Internet heruntergeladen werden können. Nach der Lektüre kann kein Lehrer mehr sagen, er wisse nicht, was er tun könne.

Dr. jur. Frank Sievert

Hamburg, 3. Dezember 2008

Dr. jur. Frank Sievert ist Lehrbeauftragter der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, HAW-Hamburg,  seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen den  Mobbingrechtsschutz, sowie das Kündigungsschutzrecht.

Rechtsanwaltskanzlei Dr. jur. Frank Sievert, Alsterkamp 26, 20149 Hamburg

Telefon/ Fax: 040 / 51 97 94

Das Buch bei Amazon.de

Stress, Mobbing und Burn-out am Arbeitsplatz

Product Description
Macht uns die Arbeit krank?

Die Weltgesundheitsorganisation hat Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts erklärt. Hauptstressquelle ist bei vielen Menschen die Arbeit.

- Unter großem Leistungs- und Zeitdruck entstehen Konkurrenzsituationen, die Mobbing begünstigen,
- Veränderungsdruck und Überforderung wiederum erzeugen Dauerstress.
- Wer sich vom Stress auffressen lässt, „brennt aus”, er ist erschöpft, hat das Gefühl, er kann nicht mehr. Er leidet unter dem Burn-out-Syndrom.

Doch Stress muss nicht immer krank machen. Der Mensch will gefordert werden, etwas leisten, seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Solcher Stress kann auch Spaß machen: Man ist zufrieden, wenn der Tag mit anregender Arbeit ausgefüllt war, wenn man sich mit ganzer Kraft für eine Sache eingesetzt hat. Das ist das attraktive Gesicht von Stress. Es gilt, Ihren eigenen Weg zwischen Veränderungsstress und Freude an der Arbeit zu finden.

- Was müssen Sie wissen, wenn Sie von Stress, Mobbing oder Burn-out betroffen sind? Die wichtigsten Informationen zu drei Belastungen im Arbeitsleben
- Selbsteinschätzungen, Übungen und Fragebögen analysieren Ihre individuelle Stresssituation sowie Ihre Stressverarbeitungsmuster
- Praxisorientierte Methoden zeigen Ihnen, wie Sie Stress bewältigen, mit Mobbing umgehen und Burn-out vermeiden können

Schwierige Situationen im Beruf meistern - Stress, Mobbing und Burn-out bewältigen! Jetzt bestellen bei amazon.de

Mobbing: Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann.

Kundenrezension: Das Buch von Heinz Leymann räumt mit einem alten Vorurteile auf, nämlich dass jeder, der von Mobbing betroffen ist, sich zunächst einmal an die eigene Nase fassen sollte. Natürlich ist Selbstreflektion wichtig, aber sie darf nicht dazu führen, dass das Mobbing-Opfer plötzlich nur noch über das eigene Verhalten nachdenkt - und nicht über das der Täter. Das Buch beweist eindrucksvoll: Es gibt kein typisches Schaf, das die Mobbing-Wölfe aus dem Wald lockt. Vielmehr kann jeder in die Schusslinie geraten, manchmal unabhängig vom eigenen Verhalten. Je eher man das Mobbing erkennt, je schneller und offener man es anspricht, desto eher lässt sich die Meute noch beändigen. Leymann beschreibt die psychologischen und empirischen Hintergründe. Schlussfolgerungen überlässt er dem Leser, mit “guten Ratschlägen” geht er sparsam um. Die Sprache ist, für einen Wissenschaftler, ziemlich gut lesbar. Mehr bei amazon.de

Mobbing: Der Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung

Kurzbeschreibung
Mobbing ist an vielen Arbeitsplätzen zu beobachten. Vorgesetzte und Kollegen versuchen, Konflikte mittels Schikane und Ausgrenzung auf Kosten anderer zu “lösen”. Die Folgen sind schwerwiegend:
Für die Betroffenen reichen sie vom Verlust des Arbeitsplatzes über Klinikaufenthalte bis hin zum Suizid. Arbeitgeber sind mit einem schlechten Betriebsklima, hohen Ausfallzeiten und schlechten Arbeitsergebnissen konfrontiert. Die betriebliche Interessenvertretung ist oft unsicher, wie sie auf Mobbing reagieren soll.
Die Autoren - seit über zehn Jahren mit der Mobbingthematik in der deutschen Arbeitswelt befasst - zeigen rechtliche und außerrechtliche Handlungsmöglichkeiten auf. Ziel ist es, dem Mobbing am Arbeitsplatz vorzubeugen und Mobbingkonflikte nachhaltig zu bewältigen. Betroffene, Betriebs- und Personalräte erhalten Empfehlungen an die Hand, die auch in aussichtslos erscheinenden Fällen ein schrittweises Vorgehen zu konstruktiven Lösungen ermöglichen.

 Kundenrezensionen
Mobbing ist an vielen Arbeitsplätzen zu beobachten. Vorgesetzte und Kollegen versuchen, Konflikte mittels Schikane und Ausgrenzung auf Kosten anderer zu „lösen”. Die Folgen sind schwerwiegend: Für die Betroffenen reichen sie vom Verlust des Arbeitsplatzes über Klinikaufenthalte bis hin zum Suizid. Arbeitgeber sind mit einem schlechten Betriebsklima, hohen Ausfallzeiten und schlechten Arbeitsergebnissen konfrontiert. Die betriebliche Interessenvertretung ist oft unsicher, wie sie auf Mobbing reagieren soll.
Die Autoren - seit über zehn Jahren mit der Mobbingthematik in der deutschen Arbeitswelt befasst - zeigen rechtliche und außerrechtliche Handlungsmöglichkeiten auf. Ziel ist es, dem Mobbing am Arbeitsplatz vorzubeugen und Mobbingkonflikte nachhaltig zu bewältigen. Betroffene, Betriebs- und Personalräte erhalten Empfehlungen an die Hand, die auch in aussichtslos erscheinenden Fällen ein schrittweises Vorgehen zu konstruktiven Lösungen ermöglichen. Heinz Leymann hat vor mehr als zehn Jahren einen Begriff geprägt, der mancherorts zunächst belächelt und schlicht als Modewort abgetan wurde - von »Mobbing« war die Rede. Seitdem ist vieles geschehen. Niemand stellt die Existenz dieses Phänomens mehr in Abrede. Allenfalls wird geleugnet, dass es entsprechende Probleme im eigenen Betrieb oder der eigenen Dienststelle gibt. Der Mobbing-Problematik haben sich Esser und Wolmerath bereits zu einer Zeit angenommen, als sie zwar von Arbeitspsychologen schon diskutiert, unter Juristen aber noch unentdecktes Territorium war. Nach einer Reihe von Seminaren zu Mobbing wurde Anfang 1997 die erste Auflage des vorliegenden Ratgebers veröffentlicht. Nach gut acht Jahren liegt er nunmehr bereits in der sechsten Auflage vor - ein ganz ungewöhnlicher Erfolg. In dieser Zeit haben die Autoren ihr Werk weiterentwickelt, neue Erkenntnisse eingearbeitet und vor allen Dingen die immer reichhaltiger werdende Rechtsprechung berücksichtigt. Auch die verwendeten Begrifflichkeiten haben mittlerweile schärfere Konturen erhalten. Der Ratgeber enthält eine Fülle von Ratschlägen und praktischen Tipps, wie man in weniger schlimmen Fällen durch Gespräche und andere außerrechtliche Mittel eine Lösung finden kann. Aber auch für Situationen, in denen der Rückgriff auf geltendes Recht und vielleicht auch eine gerichtliche Auseinandersetzung unvermeidbar sind, bekommt der Leser umfassende Informationen, die in leicht zugänglicher Form präsentiert sind. Das Werk wendet sich in gleicher Weise an Mobbing-Betroffene wie an betriebliche Akteure, die sich entweder mit einem akuten Konflikt beschäftigen müssen oder die präventiv gegen das Entstehen solcher Situationen vorgehen wollen. Besonderes Interesse verdient die Musterbetriebs- bzw. Musterdienstvereinbarung. Diese orientiert sich an dem scheinbar so simplen Grundsatz: »Vorbeugen ist besser als heilen« und enthält zahlreiche Anregungen, wie die betriebliche Interessenvertretung unerträgliche Umgangsformen am Arbeitsplatz erfolgreich bekämpfen, insbesondere aber dafür sorgen kann, dass die Beschäftigten von Derartigem auch in Zukunft verschont bleiben. Da die Verhältnisse von Betrieb zu Betrieb und von Dienststelle zu Dienststelle unterschiedlich sind, werden keine Einheitsformulierungen, sondern flexible Bausteine angeboten, die sich je nach den konkreten Verhältnissen in unterschiedlicher Form einsetzen lassen. Esser und Wolmerath geben den Betriebs- und Personalräten mit ihrem Buch die nötigen Instrumente an die Hand, mit denen diese erfolgreich und mit Augenmaß gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorgehen können.
Auch der sechsten Auflage dieses Standardwerks ist eine weite Verbreitung zu wünschen.
Quelle: Amazon.de

Vom Handball auf den Hund gekommen. Satiren. Parodien. Denkanstöße

Kurzbeschreibung
Eine soziale Partei als Arbeitgeber, da muss man eigentlich annehmen, als Arbeitnehmer das Paradies gefunden zu haben. Oder doch nicht?

Eine Autorin schlägt zurück! Ihr Name: Christa Lindenlaub. Der Grund ihres Aufbegehrens: Sie hat einfach keine Lust mehr, den Sündenbock zu spielen und genug von den Mobbing-Attacken um ihre Person. Ihre Motivation: Ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und das Wissen darum, wie die treue Wählerschaft wieder und immer wieder verschaukelt wurde.

Statt am Boden liegen zu bleiben, hat die Autorin nun zur Feder gegriffen. Die Begebenheiten, die sie schildert, schildert sie wahrheitsgetreu, bemerkt aber gleichzeitig, dass es nicht ihre Schuld ist, wenn die Leserschaft dieses Buches nach dem Lesen die Partei wechselt.

Kundenrezension 

Dieses Buch hat mich ergriffen und sehr zum Nachdenken angeregt. Es gibt einige Paralellen zu finden in Bezug auf meine berufliche Tätigkeit im Büro, nur dass ich eine Chefin hatte und keinen Chef und ich in der Logístikbranche tätig bin.
Genial finde ich die Einschübe mit dem Kleinhirn zur Gewissensbereinigung, die es sicher nie gegeben hat.
Ich habe dieses Buch an Kollegen und Bekannte weitergegeben- und empfohlen. Von jedem Einzelnen kamen positive Eindrücke zu diesem Buch.
Ich finde ihren Mut bewundernswert über so ein Thema zu schreiben und das in dieser genialen satirischen Form. Die Autorin erhält meine vollste Anerkennung und ich wünsche mir, noch mehr von ihr lesen zu können.  Mehr bei amazon.de